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Coolermaster Susurro


Einleitung

Wie ihr sicherlich wisst wurde eine neue Generation von Prozessoren entwickelt, die Dual Core (Zweikern) Prozessoren. Demzufolge müssen auch neue Kühler entworfen werden. Mit dem Susurro hat Coolermaster den ersten AMD M2 Dual Core - CPU-Kühler der Welt entwickelt. Dieser wird ab dem 01.12.2005 im Handel erhältlich sein. Ob sich der Kauf lohnt, erfahrt ihr exclusiv hier bei uns.

Danksagung

Wir bedanken uns bei unserem Sponsor MaxPoint, der uns den Test des neuen Coolermaster Susurro ermöglicht hat.
Verpackung / Lieferumfang
Der Kühler erreichte uns sicher verpackt in einem Pappkarton, auf welchem man die wichtigsten technischen Daten des Kühlers auf einem Blick sehen kann.
Im Lieferumfang befinden sich , die Bedienungsanleitung, eine Tube Wärmeleitpaste und natürlich der CPU-Kühler.
Die beiliegende Einbauanleitung erklärt in 5 Schritten wie der CPU-Kühler montiert wird. Jeder Schritt ist bebildert, um den Einbau zu vereinfachen. Die Anleitung liegt in insgesamt 8 Sprachen vor, unter anderem in Deutsch, Englisch und Französisch. Leider wird nicht erwähnt, dass die CPU vor Montage des Kühlers mit Wärmeleitpaste bestrichen werden muss. Unerfahrene User könnten dies so leicht vergessen.
Technische Daten

- passend für Sockel 754, 939, 940 and M2
- Lüfterdrehzahl 800 ~ 3200 U/min (wird durch den Temperatursensor geregelt)
- Lüfterabmessung 92x92x25 mm (Kompatibel mit 80mm-Lüftern)
- Betriebslautstärke nur 16 dB(A)
- Kühlkörperabmessung 77 x 92 x 40 mm
- Lüfter sind über ein Gleitlager gelagert
- die Lebensdauer des Lüfters beträgt 50.000 Stunden
- der Kühlkörper besteht zu 99.97% aus Kupfer und ist zu 98% elektrisch leitfähig
- der Kühler wiegt insgesamt 760g, 685g wiegt der Kühlkörper und 75g der Lüfter
- der Susurro ist bei folgenden Prozessoren einzetzbar:
AMD Athlon X2 5000+ und höher
AMD Athlon FX FX-59 und höher
AMD Athlon 641 4200+ und höher
AMD Sempron 3800+ und höher

Technik und Verarbeitung - Teil 1
Wie auf dem Schema zu sehen ist, saugt der Lüfter von oben die kalte Luft an. Die , durch die Lamellen aufgewärmte, warme Luft wird dann nach unten heraus geblasen.


Auf den vorhergehenden Bildern seht ihr die 4 Seiten des Kühlers. Hier sucht man vergebens nach irgendwelchen Verarbeitungsfehlern, es sind keine Kratzer/Dellen oder ähnliches vorhanden. Auf dem 2ten Bild seht ihr das Kabel, welches vom Temperatursensor zur Platine des Lüfters geht. Die Kabel des Lüfters liegen sauber in einer der Querstreben des Lüfters verlegt und behindern so nicht den Luftstrom.
Um den Kühlerkörper genauer betrachten zu können, muss der Lüfter demontiert werden. Ist dieser entfernt ist der Blick auf den aus ca. 60 Lamellen bestehenden Vollkupfer Kühlkörper frei. Die einzelnen Lamellen sind auf Hochglanz poliert, weisen aber kleine Kratzer auf. Diese beeinflussen das Kühlergebnis allerdings nicht. Der Temperatursensor wurde zwischen zwei Lamellen verlegt.

Technik und Verarbeitung - Teil 2
Die Bodenplatte besteht aus einem massiven Kupferblock, dessen Bodenfläche leider nicht poliert ist. Die seitlichen Flächen haben diese Politur allerdings verpasst bekommen, was dann doch ein wenig verwundert. Die Bodenplatte ist jedoch plan verarbeitet und frei von Kratzern oder Rillen. Einem guten Kühlergebnis steht somit nichts im Weg.
Der Lüfter ist, wie ihr hier auf dem Bild seht, rundherum geöffnet und kann somit von den Seiten und von oben Luft ansaugen. Er wird über einen Temperatursensor in seiner Drehzahl geregelt und arbeitet im Bereich von 800 bis 2800 upm (Umdrehungen pro Minute).
Bei durchschnittlicher CPU Auslastung soll der Lüfter eine Lautstärke von lediglich 16 dBA erreichen. Geschützt werden die Lüfterblätter, oder auch die Finger, von einem Lüftergitter, welches den kompletten Lüfter umgibt.
Mittels vier Schrauben wird dieser am Rahmen des Kühlkörpers befestigt. Hierfür wurden Gewinde in die Kupferabdeckung geschnitten.

Der Einbau

Die Montage ist dank des immer gleichen Retention-Moduls auf allen kompatiblen System gleich leicht.
Der erste Schritt sollte das Aufbringen der Wärmeleitpaste sein. Diese sollte nur ganz dünn, aber deckend, aufgetragen werden. So lässt sich die beste Wärmeableitung gewährleisten.
Der Einbau des Susurro gestaltet sich sehr einfach. Er wird, wie der Boxed Kühler, mit den Clips einfach links und rechts in die 3 Haltenasen eingehakt (die Haltenasen wurden im Bild rechts rot markiert). Nun muss er nur noch mit Hilfe des Hebels gespannt werden.
Man sollte hier nur unbedingt darauf achten, dass auch wirklich alle 3 Nasen auf jeder Seite in den Clips sitzen. Wie Anfangs schon erwähnt, hat der Kühler etwas Übergewicht und könnte, wenn er nicht richtig fest sitzt, auf die Grafikkarte fallen. Bei einem Gewicht von 760g ist dies sicherlich nicht wünschenswert.
Als letzten Schritt muss man nur noch den Lüfter an das Mainboard anschliessen.

Das Testsystem

Das Testsystem ist zusammen gesetzt aus einem AMD Athlon 64 3700+ auf einen MSI K8N Neo Platinum (Sockel 754) mit 1GB-RAM Value-Select von Corsair. Beim Prozessor wurde Cool'n'Quiet abgeschaltet, dieser lief nun stetig mit 2409 MHz.
Be- und Entlüftet wurde das Gehäuse von je einem 120mm Lüfter. Diese liefen auf 600 upm. Ebenfalls eine entlüftende Wirkung hatte das Netzteil, welches Temperatur geregelt arbeitet. Der dort verbaute Lüfter arbeitet mit durchschnittlich 1500 upm.

Der Test wurde folgendermaßen durchgeführt:
Im Idlebetrieb liefen nur die Hintergrundprozesse, die für ein stabiles Laufen des PCs notwendig sind. Das einzige Programm, welches geöffnet war, war MBM 5, mit dessen Hilfe auch die Temperaturen ausgelesen wurden.
Der Officebetrieb umfasst das Surfen im Internet, das Verfassen von Dokumenten, sowie Bildbearbeitung.
Die Vollast erzeugten wir mit Hilfe des Programmes Hot CPU Tester. Unter Verwendung der Funktion CPU Burn-in wurde das System zu 100% ausgelastet.

Jeder dieser Tests lief genau 30 Minuten und wurde bei einer Raumtemperatur von ca. 20°C durchgeführt. Zwischen den einzelnen Tests wurde der PC für 45 Minuten ausgeschalten.


Testergebnis

Zum Vergleich haben wir die Werte des Boxed-Kühlers von AMD genommen, welchen wir den gleichen Tests unterzogen haben.
Wie ihr in dem Diagramm seht, ist die Temperatur des Susurro im Idlebetrieb wesentlich höher als beim Boxed-Kühler. Das liegt aber daran, dass der Lüfter des Susurro im Idle nur mit ca. 1200 upm drehte. Der Boxed-Kühler dreht auch im Idle-Betrieb mit vollen 3500 upm. Durch den erhöhten Luftdurchsatz konnte der Boxed Kühler auch dementsprechend bessere Temperaturen erreichen, jedoch geht das zu Lasten der Lautstärke.
Im Officebetrieb erhöhte der Susurro seine Drehzahl auf ca. 1500 upm und hielt die CPU auf aktzeptablen 56 °C. Beim Boxed-Kühler stieg die Temperatur im Officebetrieb erheblich an auf 54 °C, die Drehzahl betrug immernoch ca. 3500 upm.
Unter Vollast führte der Susurro mit einem Grad Celsius Differenz vor dem Boxed-Kühler. Der Susurro lief hier mit einer Drehzahl von ca. 2000 RPM und war somit schon etwas lauter geworden. Der Boxed Kühler wurde unerträglich laut bei ca. 4000 upm und lieferte trotzdem ein schlechteres Kühlergebniss.

Der Susurro kann im Idle- und Officebetrieb den Boxedkühler zwar nicht in den Temperaturen unterbieten, er macht dies jedoch recht deutlich in der Lautstärke. Wenn die CPU am kochen ist, zeigt der Susurro dann allerdings was er kann und schlägt den Boxed-Kühler bei den Temperaturen und der Geräuschkulisse.

Fazit

Der Coolermaster Susurro ist ein Silent-Kühler der Spitzenklasse, welcher beim Surfen und Arbeiten nahezu unhörbar seinen Dienst verrichtet. Wenn die CPU ausgelastet wird und eine gute Kühlung verlangt ist, ist auf den Susurro auch Verlass. Bei einem Preis von rund 27€ können weder Anhänger des Silentkults noch Leistungshungrige Anwender etwas falsch machen.
Pro & Contra

Pro

+ gute Kühlleistung
+ sehr leise, bei mittlerer Auslastung fast unhörbar
+ sehr gute Verarbeitung
+ eine Befestigungsart für 4 Sockel
+ Preis

Contra

- hohes Gewicht (760 g)


Für die sehr guten Testergebnisse des Silent-Kühlers, dem einfachem Einbau und der übersichtlichen Anleitung, können wir dem Coolermaster Susurro ohne Bedenken den DeXgo Gold Award verleihen.
DeXgo-Gold-Award
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Weitere Informationen

Dieser Artikel wurde von Chris verfasst.
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