Mini-How2do - GForce 6600GT (AGP) Umbau auf VF700-CU
Einleitung
Viele kennen das Problem: Der komplette Rechner ist auf Silence ausgelegt und läuft schön ruhig. Dann ist es an der Zeit mal wieder eine neue Grafikkarte zu kaufen und schon ist es vorbei mit der idyllischen Ruhe, denn die meisten Grafikkarten haben leider keine hochwertigen, leisen Lüfter verbaut. Da meine 6600GT leider nicht dem Referenzdesign entspricht, musste ich ein wenig suchen, um einen passenden Kühler zu finden, der mir die Zeit bis zu meiner WaKü überbrückt. In diesem Mini-How2do werde ich den Versuch starten, die 6600GT mit dem Zalman VF7700 Vollkupfer-Kühler auszustatten. Wie der Umbau von statten geht und auf was man achten sollte, erfahrt ihr hier.
Viele werden sich Fragen: "Wozu ein How2do über einen Lüfterwechsel?". Ganz einfach! Bei Karten mit Standard-Layout mag das alles kein Problem sein, aber hat schon mal wer versucht einen anderen Kühler auf Karten zu verbauen, die nicht dem Referenzdesign entsprechen? Genau da liegt das Problem für viele User, die noch auf AGP Karten setzen. Viele Hersteller halten sich nicht an das Referenzdesign von NVidia und erschweren so unnötig Käufern den Wechsel der zumeist minderwertigen Kühler. Auch so der Fall bei Gainward.
Bevor hier mit der Modifikation der Hardware begonnen wird, möchte ich alle Leser auf einige Punkte Hinweisen.
1. Beim entfernen des Originalkühlers erlischt jegliche Garantie und Gewährleistung für die Grafikkarte.
2. Es sollte sich jeder im Klaren sein was er dort macht.
3. Wir, das DeXgo-Team, übernehmen keinerlei Haftung für etwaige Hardwareschäden, die Aufgrund dieses How2do's entstehen.
Unser Opfer
Schon auf den ersten Blick erkennt man die Unterschiede zwischen der 6600GT von Gainward (links) und einer vergleichbaren Karte mit Referenzdesign (rechts). Die Anordnung der Bausteine und des Kühlers ist komplett anders und die HSI-Bridge wird beim Referenzdesign von einem extra Kühler gekühlt.
Bevor hier mit der Modifikation der Hardware begonnen wird, möchte ich alle Leser auf einige Punkte Hinweisen.
1. Beim entfernen des Originalkühlers erlischt jegliche Garantie und Gewährleistung für die Grafikkarte.
2. Es sollte sich jeder im Klaren sein was er dort macht.
3. Wir, das DeXgo-Team, übernehmen keinerlei Haftung für etwaige Hardwareschäden, die Aufgrund dieses How2do's entstehen.
Unser Opfer
Schon auf den ersten Blick erkennt man die Unterschiede zwischen der 6600GT von Gainward (links) und einer vergleichbaren Karte mit Referenzdesign (rechts). Die Anordnung der Bausteine und des Kühlers ist komplett anders und die HSI-Bridge wird beim Referenzdesign von einem extra Kühler gekühlt.
Nun geht es an die Materialzusammentragung. Benötigt wird zum einen der Zalman-Kühler. Diesem liegen schon 8 Ram-Kühlkörper bei von denen nur 4 benötigt werden (nur einseitige Ram-Bestückung). Also genug Material für Fehlerkorrekturen. Auf dem Bild nicht abgebildet ist der zusätzlich benötigte HSI-Bridge-Kühler. Die Ram-Kühlkörper würde ich dafür nicht verwenden, da die DIE der HSI-Bridge sehr schmal ist und der Kühlkörper von Zalman dort die bessere, und vor allem sichere Alternative darstellt.
Für die Reinigung der GPU und der HSI-Bridge brauchen wir noch Nagellackentferner und Zellstoff. An Werkzeug für die Bearbeitung der Kühlköper und die Montage des Zalman-Kühlers benötigen wir Schlüsselfeilen, einen Dremel und einen Schraubendreher. Das sollte eigentlich zur Montage ausreichen. Die Ram-Kühlkörper werden später mit Wärmeleitkleber befestigt.
Für die Reinigung der GPU und der HSI-Bridge brauchen wir noch Nagellackentferner und Zellstoff. An Werkzeug für die Bearbeitung der Kühlköper und die Montage des Zalman-Kühlers benötigen wir Schlüsselfeilen, einen Dremel und einen Schraubendreher. Das sollte eigentlich zur Montage ausreichen. Die Ram-Kühlkörper werden später mit Wärmeleitkleber befestigt.
Erster Schritt - Entfernen des alten Kühlkörpers
| Fast fertig gereinigt sah das Ganze dann so aus. Die letzten Reste wurden mit einem Wattestäbchen und sehr wenig Nagellackentferner entfernt. Die Grafikkarte war nun bereit für den weiteren Umbau. |
Zweiter Schritt - Planung und Durchführung der Kühlkörperbearbeitung
Bevor man wild drauflosfeilt sollte man sich erstmal einen Überblick verschaffen, wie und wo etwas gemacht werden muss. Unterschiede kann es hier von Hersteller zu Hersteller geben. Also lieber einmal mehr geschaut, bevor später Alles oder Teile noch mal gemacht werden müssen.
Der Zalman wurde Probehalber einmal auf die GPU gelegt und geschaut wo und wieviel die diversen Kühlkörper bearbeitet werden müssen. Hierbei sollte man vorsichtig vorgehen, da die DIE der GPU sehr empfindlich ist. Auf den beiden Bildern erkennt man recht gut, dass die vorderen beiden Ram-Kühlkörper weniger Platz haben als die beiden auf der linken Seite. Bedeutet also, 2 müssen arg leiden und 2 nur ein bisschen.
Bevor man wild drauflosfeilt sollte man sich erstmal einen Überblick verschaffen, wie und wo etwas gemacht werden muss. Unterschiede kann es hier von Hersteller zu Hersteller geben. Also lieber einmal mehr geschaut, bevor später Alles oder Teile noch mal gemacht werden müssen.
Der Zalman wurde Probehalber einmal auf die GPU gelegt und geschaut wo und wieviel die diversen Kühlkörper bearbeitet werden müssen. Hierbei sollte man vorsichtig vorgehen, da die DIE der GPU sehr empfindlich ist. Auf den beiden Bildern erkennt man recht gut, dass die vorderen beiden Ram-Kühlkörper weniger Platz haben als die beiden auf der linken Seite. Bedeutet also, 2 müssen arg leiden und 2 nur ein bisschen.
| Hier ist nochmals deutlich zu sehen, wie weit der Kühlkörper abgeschliffen werden muss. Der Kühler konnte unbearbeitet nicht einmal teilweise auf den Ram-Baustein aufgesetzt werden. |
Da die Bohrungen für den HSI-Bridge-Kühler auch nicht dem Referenzdesign entsprachen (weiß der Teufel warum), musste ich auch bei den Bohrungen Hand anlegen. Dafür nutzte ich einen kleinen Metallbohrer, um die vorhandenen Löcher auszuweiten. Die vorhandenen Bohrungen in der Grafikkarte waren lediglich 1,5mm weiter auseinander als die des Kühlers, so blieb dies die einzige Möglichkeit den Kühlkörper gefahrlos zu montieren. Das, was unten an dem Kühler klebt, ist eine Art Moosgummi. Da die DIE der HSI-Bridge sehr schmal ist und der Kühler relativ gerade auf diese muss, ist die Gefahr die HSI-Bridge zu beschädigen recht groß. Mit diesem sehr dünnen Moosgummi (dieses war auf der Unterseite des Originalkühlers und wurde wiederverwendet) wurde eine Auflagefläche um der DIE herum hergestellt die ein mögliches Wackeln verhindern soll.
Dritter Schritt - Montage der diversen Kühlkörper
Da die Montage des Zalman sehr gut in seiner Bedienungsanleitung beschrieben ist, habe ich hier auf eine ausführliche Dokumentation verzichtet. Im groben läuft diese wie folgt ab:
1. Schritt: Die Rückplatte mit der Grafikkarte verschrauben.
2. Schritt: Wärmeleitpaste auf die GPU auftragen.
3. Schritt: Kühler auf die GPU aufsetzen und verschrauben.
Dies ist der leichteste Schritt in diesem ganzen How2do und sollte eigentlich keine Probleme aufweisen, denn der Zalman ist das einzige, was problemlos passt (was ein Wunder).
1. Schritt: Die Rückplatte mit der Grafikkarte verschrauben.
2. Schritt: Wärmeleitpaste auf die GPU auftragen.
3. Schritt: Kühler auf die GPU aufsetzen und verschrauben.
Dies ist der leichteste Schritt in diesem ganzen How2do und sollte eigentlich keine Probleme aufweisen, denn der Zalman ist das einzige, was problemlos passt (was ein Wunder).
| Fertig montiert sollte das ganze dann ungefähr so ausschauen. |
Resümee
Kommen wir nun zum Mini-Fazit des Ganzen.
Zuerst einmal etwas zur Grafikkarte: Wer die Möglichkeit hat, macht einen großen Bogen um Grafikkarten, die kein Referenzdesign besitzen. Jegliche Modifikation an der Kühlung dieser Karten erfordern einen immensen Mehraufwand. Lieber 10 € mehr ausgeben und bei Umbaumaßnahmen eine Menge Arbeit und Nerven sparen.
Für mich hat sich diese Arbeit jedoch gelohnt. Der Originallüfter wurde sehr laut und die Grafikkarte (bzw. der Kühlkörper) doch schon arg warm. Nach dem Umbau ist die Geräuschkulisse merkbar gesunken und der Kühler ist bei weitem nicht so heiß wie der Originale. Temperaturen kann ich hier leider keine nennen, da ich mit dem Originalkühler diese nicht gemessen habe. Nur soviel: Beim Originalkühler konnte ich nach mehreren Stunden spielen den Kühler kaum berühren, so heiß war er. Der Zalman ist auch nach exzessivem Quälen der Grafikkarte noch problemlos anfassbar.
Für den ganzen Umbau ist mit Kosten in Höhe von rund 35 € (29 € der Zalman VF700 und 5 € der HSI Kühler von Zalman, Wärmeleitkleber evtl. noch zusätzlich) zu rechnen. Aber das Geld ist gut angelegt. Die Verarbeitung der einzelnen Teile ist super und optisch ist das ganze auch noch ansprechender als der originale Mist.
Aber auch die beiden großen Nachteile sollte man nicht vergessen:
1. Die Gefahr besteht, dass beim unvorsichtigen Umbau die Grafikkarte irreparabel beschädigt wird.
2. Jegliche Garantie erlischt beim entfernen des Original-Kühlers.
Wer ein geübter Bastler ist, kann sich an diesen Umbau herantrauen, Leute mit zwei linken Händen und kaum Erfahrung im Umgang mit Werkzeug und PC-Hardware (Teile zusammenstecken reicht nicht
) sollten dies lieber sein lassen.
Wenn ihr Fragen zum Umbau habt, so könnt ihr diese im Forum loswerden.
.Kommen wir nun zum Mini-Fazit des Ganzen.
Zuerst einmal etwas zur Grafikkarte: Wer die Möglichkeit hat, macht einen großen Bogen um Grafikkarten, die kein Referenzdesign besitzen. Jegliche Modifikation an der Kühlung dieser Karten erfordern einen immensen Mehraufwand. Lieber 10 € mehr ausgeben und bei Umbaumaßnahmen eine Menge Arbeit und Nerven sparen.
Für mich hat sich diese Arbeit jedoch gelohnt. Der Originallüfter wurde sehr laut und die Grafikkarte (bzw. der Kühlkörper) doch schon arg warm. Nach dem Umbau ist die Geräuschkulisse merkbar gesunken und der Kühler ist bei weitem nicht so heiß wie der Originale. Temperaturen kann ich hier leider keine nennen, da ich mit dem Originalkühler diese nicht gemessen habe. Nur soviel: Beim Originalkühler konnte ich nach mehreren Stunden spielen den Kühler kaum berühren, so heiß war er. Der Zalman ist auch nach exzessivem Quälen der Grafikkarte noch problemlos anfassbar.
Für den ganzen Umbau ist mit Kosten in Höhe von rund 35 € (29 € der Zalman VF700 und 5 € der HSI Kühler von Zalman, Wärmeleitkleber evtl. noch zusätzlich) zu rechnen. Aber das Geld ist gut angelegt. Die Verarbeitung der einzelnen Teile ist super und optisch ist das ganze auch noch ansprechender als der originale Mist.
Aber auch die beiden großen Nachteile sollte man nicht vergessen:
1. Die Gefahr besteht, dass beim unvorsichtigen Umbau die Grafikkarte irreparabel beschädigt wird.
2. Jegliche Garantie erlischt beim entfernen des Original-Kühlers.
Wer ein geübter Bastler ist, kann sich an diesen Umbau herantrauen, Leute mit zwei linken Händen und kaum Erfahrung im Umgang mit Werkzeug und PC-Hardware (Teile zusammenstecken reicht nicht
) sollten dies lieber sein lassen.
Wenn ihr Fragen zum Umbau habt, so könnt ihr diese im Forum loswerden.
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Dieser Artikel wurde von Mephisto verfasst.
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