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Lian Li PC-A17 B - black


Einleitung

Wer auf der Suche nach einem hochwertigen Aluminium-Gehäuse ist, wird kaum an Lian Li vorbei kommen. Die Gehäuse des taiwanischen Herstellers sind für ihre exzellente Verarbeitung und das schlichte und edle Design weltweit bekannt. Ob das Lian Li PC-A17 B diese Erwartungen erfüllen kann, erfahrt ihr in diesem Test.

Verpackung und Zubehör

Lian Li liefert das PC-A17 in einer Papkartonschachtel aus. Der Karton ist bunt mit den Features und diversen Gehäusebildern bedruckt.
Das Gehäuse wird durch eine Schutzfolie und Styropor geschützt. Dem Gehäuse liegt eine Kurzanleitung bei, die den Aufbau des Gehäuses und die richtige Hardwaremontage kurz und knapp zeigt.
Der Lieferumfang fällt erfreulich groß aus, hervorzuheben ist hier speziell die Schraubendose und der Schraubendreher für die Mainboardabstandshalter.

Zudem befinden sich im Lieferumfang:

- Schrauben für den Einbau von Mainboard und optischen Laufwerken
- Abstandhalter für das Mainboard
- Thumbscrews und Gummipuffer für den HDD-Einbau
- Eine Kabelhalterung mit doppelseitigem Klebeband
- Ein interner Mainboard-Lautsprecher
- Fünf Kabelbinder
Technische Daten
Größe (Höhe x Tiefe x Breite):215x440x490mm
Gewicht:ca. 5,8 Kilogramm
Material: Aluminium
Mainboard:ATX, Micro-ATX
Laufwerksschächte extern:max. 9x 5,25-Zoll
Laufwerksschächte intern:3x 3,5-Zoll ( mit optionalem HDD Expansion-Kit 9x3,5-Zoll )
Lüfter: 1x 120mm (Front)
1x 120mm (Rückseite)
1x 140mm (Deckel)
I/O Panel: 4x USB 2.0, 1x Firewire, 1x E-SATA, 1x je Audio IN / OUT (HD+AC97)

Äußeres Erscheinungsbild - Seite 1
Das Lian Li präsentiert sich dem Käufer gewohnt schlicht und edel, alle Oberflächen sind aus Aluminium gefertigt. Das verwendet Aluminium is durchgehend einen Millimeter stark - durch zusätzliche Verstrebungen wirkt das Gehäuse sehr stabil. Die Verarbeitungsqualität liegt durchgehend auf einem sehr hohen Niveau.
Die Front ist durchgehend mit einem 5,25-Zoll-Schacht versehen. Um die Front aufzulockern und dem 120-Millimeter-Lüfter in der Front mit frische Luft zu versorgen, wurden zusätzlich alle Frontblenden mit einem Lochmuster versehen.
Die Bürstenlinien im Aluminium lassen das Lian Li sehr edel wirken. Leider ergibt sich dadurch die Tatsache, dass jedes Staubkorn sofort auffält - man wünsche sich im Lieferumfang ein Staubtuch.

Die Frontabdeckung lässt sich leicht ohne lösen von Schrauben nach vorne hin abnehmen. Hinter der Frontabdeckung befinden sich die Status- und HDD-Led.

Äußeres Erscheinungsbild - Seite 2
Der Deckel ist, passend zum kompletten Gehäuse, schlicht gehalten. Es befindet sich dort ein Lochblech, ähnlich dem der Front. Unter diesem ist der 140-Millimeter-Lüfter untergebracht worden. Desweiteren finden man auf dem Deckel den Power-/ Resetschalter und die Front-Anschlüsse.


Zum Schutz vor Staub hat Lian Li die auf dem Deckel befindlichen Front-Anschlüsse mit einer Aluminium-Klappe versehen.
Die Rückseite des Gehäuses präsentiert sich im Standard ATX-Layout. Oben befindet sich der Netzteilschacht, darunter sind dann die Mainboardanschlüsse und die sieben Slotblenden für Erweiterungskarten. Wie heute fast schon üblich, ist noch ein 120-Millimeter-Lüfter neben den Mainboardanschlüssen von Lian Li untergebracht worden. Um auch eine Wasserkühlung zu ermöglichen, sind auf der Rückseite zwei gummierte Schlauchdurchführungen angebracht.
Das Netzteil wird zunächst mit einer abnehmbaren Blende verschraubt um das Netzteil dann anschließend in das Gehäuse zu schieben. Abschließend wird die Blende mit vier Thumbscrews arretiert.
Das Seitenteil kann durch ein Schloss vor dem Öffnen geschützt werden. Zuhause wird die Sicherung zwar nicht nötig sein, auf Lan-Partys kann das Abschließen des Gehäuses aber große Vorteile haben.

Inneres Erscheinungsbild
Blick man zum ersten mal in das Gehäuse hinein, zeigen sich typische Lian Li Merkmale. Besonders das Aluminium im Innenraum lässt das Gehäuse sehr edel aber auch schlicht wirken. Positiv fällt zudem die Verarbeitung im Inneren des Gehäuses auf, alle Kanten sind sehr gut Entgratet worden.
Vor dem hinteren Lüfter befindet sich, wie am oberen Lüfter, ein Schutzgitter. Dieses lässt sich, falls es nicht gefallen sollte, einfach wegschrauben. Positiv zu nennen ist auch noch, dass alle Slotblenden an der Rückseite mit Thumbscrews befestigt sind.
Im Deckel ist der schon angesprochene 140-Millimeter-Lüfter montiert. Dieser ist durch ein Gitter auf der Innenseite von Kabeln geschützt. Der Abstand zur Gehäuserückseite beträgt circa 190-Millimeter, sodass die meisten Netzteile ohne Kollision mit dem 140-Millimeter-Lüfter hineinpassen sollten.
Öffnet man die rechte Seite des Gehäuses, blickt man direkt auf den Mainboard-Tray, den Laufwerksschacht und zwei Klammern. Letzere sind sehr nützlich, um die Kabel auf der Rückseite schnell und einfach zu befestingen.
Lian Li hat sich sinnvollerweise bei den gelochten Laufwerksblenden etwas gegen Staub einfallen lassen. Ein kleiner Staubfilter befindet sich auf jeder Laufwerksblende, wodurch eine großer Teil an Staub aus dem Gehäuse gehalten wird. Die Filter sind leicht herausnehmbar und können feucht gereinigt werden.
Für die Festplatten ist ein HDD-Käfig vorgesehen, dieser kann bis zu drei Festplatten aufnehmen. Um die Festplatten auf guten Temperaturen zu halten und den Innenraum des Gehäuses mit frischer Luft zu versorgen, ist in der Front ein 120-Millimeter-Lüfter angebracht. Der Käfig kann durch das Entfernen der Slotblenden und vier Schrauben nach vorne hin herausgenommen werden.





Montage & Inbetriebnahme
Die Festplatte wird mit Schrauben und Gummipuffern ausgestattet (Bild links) und wird dann einfach in die Schienen des Festplattenkäfigs geschoben. Dies geschieht werkzeuglos und sehr einfach. Diese Art der Festplattenmontage macht ein schnelles Ein-und Ausbauen der Festplatten möglich. Um die Festplatte noch zusätzlich vor einem verrutschen zu sichern, kann man jeweils seitlich noch eine Schraube eindrehen (Bild rechts).


Die Laufwerksblenden an der Front sind ausschließlich gesteckt und nicht geschraubt. Dadurch lassen sie sich leicht durch seitlichen Druck rechts und links aus dem Gehäuse herausnehmen, eine schnelle Montage von Laufwerken ist somit möglich.
Durch das Lösen zweier Schrauben an der Rückseite des Gehäuses lässt sich der integrierte Mainboard-Tray aus dem Gehäuse lösen. Dieses Feature erleichtert das Montieren der Komponenten in das Gehäuse ungemein.
Die diversen Löcher im Mainboardtray und die Klammern an der Rückseite lassen ein schönes und ordentliches Kabelverlegen zu. Die Laufwerke mit 5,25-Zoll werden ganz gewöhnlich mit Schrauben befestigt, was seine Vor-und Nachteile nach sich zieht. Erfreulicherweise passen auch High-End Karten in das Gehäuse - befindet sich der HDD Käfig ganz unten, passen Grafikkarten mit bis zu 295-Millimeter hinein. Verschiebt man den Käfig nach oben, passen sogar Grafikkarten mit bis zu 320-Millimeter in das Gehäuse.


Fazit

Das Lian Li PC-A17 konnte die Erwartungen fast durchweg erfüllen. Es ist schlicht, edel und sehr gut verarbeitet. Einen großen Teil zum edlen Erscheinen trägt das Aluminium innen und außen bei. Das Kabelmanagment ist zwar einfach gestaltet, zeigt aber eine sehr gute Praxistaugleichkeit. Die Lüfter sind, etwas heruntergeregelt, sogar für empfindliche Ohren sehr angenehm. Desweiteren fällt der Umfang des mitgelieferten Zubehörs positiv ins Auge, besonders die Schraubendose und der Schraubendreher für die Mainboardabstandshalter sind nicht selten vergessenes Zubehör anderer Hersteller.
Negativ zu bewerten ist, das Lian Li keinen 5,25-Zoll- auf 3,5-Zoll-Adapter mitliefert, besonders in Anbetracht des Preises von ca. 130 Euro wäre dies angebracht gewesen. Ein System zum werkzeuglosen Einbau, speziell für die Laufwerksschächte, hätte Lian Li zudem implementieren können. Als letzten Punkt, den man als neutral sehen sollte, ist die Empfindlichkeit des Aluminiums gegenüber Fingerabdrücken und Staub.


Pro & Contra

Pro
+ Perfekte Verarbeitung
+ Komplett aus Aluminium
+ Kabelmanagment
+ Lüfter
+ Lieferumfang

Contra
- Fehlender 5,25-Zoll auf 3,5-Zoll Adapter
- Kein werkzeugloser Einbau
- Anfällig für Fingerabdrücke und Staub



Weitere Informationen

Dieser Artikel wurde von Marc93 verfasst.
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