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Übertragungsmedium

Im Inneren des luftdicht verschlossenen Rohres befindet sich ein Übertragungsmedium, bestehend aus einer Kühlflüssigkeit, die in Abhängigkeit vom herrschenden Innendruck so ausgewählt wurde, dass sie kurz über der Umgebungstemperatur beginnt zu sieden.

Auf keinen Fall darf der Siedepunkt gleich oder über der maximalen Betriebstemperatur des zu kühlenden Mediums liegen. Je nachdem welchen zu kühlenden Temperaturbereich die Heatpipe abdecken soll, gibt es verschiedene fluide Stoffe, die eingesetzt werden.

Dazu zählen u.a.: flüssige Gase, Alkohole, (destilliertes) Wasser, Metalle
Diese Flüssigkeiten bzw. Übertragungsmedien lassen sich in drei Kategorien aufsplitten, abhängig vom praktischen Einsatzzweck:

- niedrige Temperaturen: flüssige Gase wie Helium, Nitrogen, Ammoniak

- mittlere Temperaturen: (ideal für die Kühlung von elektrischen Komponnenten)
Destilliertes/Demineralisiertes Wasser mit verschiedenen Zusätzen, organische Substanzen wie Aceton (Siedepunkt bei 56°C) (trivial für Propanon oder auch Dimethylketon), Methanol (Siedepunkt 65°C), Ethanol (Siedepunkt 78°C)

- hohe Temperaturen: Metalle
Solange die Temperatur des zu kühlenden Mediums unterhalb der Siedetemperatur des Kühlmedieums liegt, kann die Heatpipe nicht funktionieren.

Aus diesem Grund erhitzt sich der zu kühlenden Chipsatz sehr schnell. Also muss die Kühlflüssigkeit so gewählt werden, dass sie bei etwa 30°C beginnt ihre Arbeit verrichtet und beginnt zu sieden.