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Die mobile Musikanlage (auch Ghettoblaster genannt)

Sebastian - 4.7.2009 - 19:35

Moin Leute.

Ich hatte bis vor einigen Monaten ein Auto zur Verfügung. Naja, vielleicht kennt ihr die Rechnung:
1 Auto + 1 Frau = 1 Unfall Smilie. Kurz gesagt hatte meine Schwester einen Unfall und der Wagen ist ein Totalschaden, steht nutzlos rum. Ich hatte dem Wagen ein CD-Radio mit Front-USB/-AUX von Sony spendiert. Dem Wagen davor hatte ich 1 Paar Lautsprecher von Sony gegönnt. Beide Autos sind nicht mehr fahrbereit, alle Komponenten sind wieder demontiert und da stellt sich mir die Frage: Warum immer den PC einschalten, wenn man nur Musik hören möchte? Also möchte ich mir eine "Anlage" bauen. Die Technik ist vorhanden. Mein Vater wird mich da mit weiteren Teilen wie Netzteil, Kabel, Stecker und Schalter unterstützen. Frage an euch: Wie soll die Kiste zum Schluss aussehen? Ich bin da einfach nicht kreativ genug. Sollte schon ein Rollwagen sein, hinten nur der Stecker für 230 Volt rausgucken. Ich komme an viele Materialien ran: Edelstahl, Plexiglas, Holz ... kein Problem. Hochwertige Industriequalität auch bei den Schrauben und Steckern: Eloxierte Edelstahlschrauben mit den verschiedensten Köpfen, LED`s mit bereits vorinstalliertem Widerstand, Stecker von WAGO, mir stehen viele Türen offen ... . Ich wäre für Vorschläge, was das Design angeht, sehr dankbar.

P.S.: Die genauen Daten der Lautsprecher und des Radios liefere ich euch nach.

Bye Seb

Sebastian - 4.7.2009 - 21:36

Sooo, das ging schnell bei mir. "Design" ist abgeschlossen. Es wird ein einfacher, rechteckiger Kasten aus schallgedämmten Laminat. In der Mitte das Sony CDX-GT410U, rechts und links davon je ein Sony XS-F693R. Zusätzlich wird in der Front noch ein beleuchteter Hauptschalter verbaut. Seiten, Deckel und Boden ebenfalls aus schallgedämmten Laminat, auf den Deckel kommt noch ein Tragegriff. Ein Netzteil, auch im Kasten verbaut, wird die Anlage mit Strom versorgen. Die Rückseite wird vermutlich aus Blech mit Lüftungslöchern. Bilder folgen, sobald ich mit dem Projekt beginne *habe im Moment andere Sorgen*

Bye Seb

CDX-GT410U

Sony XS-F693R

Snippy - 5.7.2009 - 0:34

Hehe, ist doch ne feine Idee. Ne Musikanlage Marke Eigenbau hat nicht jeder ;)

Sebastian - 5.7.2009 - 1:13

Eigentlich wollte ich das Ding als "mobile" Anlage bauen, aber die Größe der Lautsprecher lassen den Kasten doch ganz beachtlich in die Breite schnellen. Um den Stereoeffekt zu erzielen, müssen die Lautsprecher schon so weit wie möglich voneinander entfernt sein und das bedeutet, dass die Box fast 75 Zentimeter breit wird. Ausserdem wurde ich drauf aufmerksam gemacht, dass man das Volumen des Gehäuses eigentlich berechnen muss. Ob das Berechnen in meinem Fall WIRKLICH notwendig ist? Sagt eure Meinung. Natürlich möchte ich hervorragenden Sound, aber nicht um jeden Preis. Es wird mir wohl als Stereoanlagenersatz dienen, hinfort mit dem Gedanken, immer volle Mobilität zu gewährleisten. Das Radio hat ein CD-Laufwerk und spielt auch MP3-CD`s ab. Ausserdem ist der Front-USB-Anschluss einfach herrlich. USB-Stick rein, Knopf drücken, stundenlang Musik. Die Lautsprecher sind 3-Wege-Lautsprecher, haben eine Nennleistung von 45 Watt und eine Spitzenleistung von 220 Watt. Das Radio hat eine Spitzenleistung von 4x50 Watt, und ist auch sonst ein Spitzenteil Smilie. Bin für Tipps und Hinweise weiterhin dankbar.

Bye Seb

Snippy - 5.7.2009 - 2:31

Naja, wenn du den Sound optimieren willst, bietet es sich natürlich an. Müssen tut man garnichts, aber es kommt wohl nicht von ungefähr, dass sowas bei gescheiten Boxen berücksichtigt wird ;)

Sebastian - 16.7.2009 - 23:05

Im Prinzip stimmt es schon, dass man Wert drauflegen sollte, wenn man die Möglichkeit hat, aber mein Zimmer ist kein Konzertsaal, es wird ausser von meinen Ohren nicht von Experten bewertet Smilie. Da wären die Kosten, die man reinsteckt im Gegensatz zum Nutzen, wie sagt man so schön, ökonomisch nicht sinnvoll. In einem Raum hört man vielleicht mit 4 oder 5 Watt Leistung, also an die Grenzen kommt eine Anlage im privaten Bereich nie. Ich werde mir Mühe geben und hier in Form eines Tagebuchs berichten, was die Anlage Marke Eigenbau macht.

Bye Seb

Sebastian - 18.7.2009 - 23:28

Heute ist der Startschuss für mein neues Projekt gefallen. Mein Vater und ich haben die erste Laminatplatte, die später die Front bilden wird, für den Einbau der Lautsprecher und des Radios vorbereitet. Wir haben die Aussparungen mit der Stichsäge ausgesägt. Es handelt sich bei dem Laminat um schalldämmendes Laminat in Kieferoptik. Das bedeutet, dass es bereits ab Werk mit einer speziellen Gummi-/Stoffschicht auf der Unterseite der Platte versehen ist. Die fertige Anlage wird am Ende eine Breite von 78 und eine Höhe von 19 Zentimetern haben. Die Tiefe richtet sich nach dem Netzteil, das wir verbauen, da sind wir aber noch auf der Suche. Als Tragegriffe hatten wir zwei Möglichkeiten: Entweder nehmen wir die billigen Haltegriffe aus beigem Plastik, die eigentlich für die Mitfahrer auf der Rückbank aus dem Unfallwagen sind (aber das hat sich ja eh erledigt), oder die Türgriffe von den alten Küchenmöbeln aus Edelstahl. Die Entscheidung fiel uns nicht wirklich schwer und so werden wir die Edelstahlgriffe verbauen. Wir verzichten auf einen separaten Ein/Aus-Schalter, da das Radio sowieso einen besitzt und ich notfalls auch den Stecker ziehen kann. Die Kanten aller Platten werden wir so bearbeiten, dass sie eine kaum sichtbare Naht haben werden. Kurz erklärt: Kanten auf 45° schleifen, leimen und noch zusätzlich innen verschrauben. Weitere Spielereien wie Verstärker, LED`s oder sowas sind nicht geplant.

Bye Seb

Snippy - 19.7.2009 - 0:03

Wie meinst du kein Verstärker geplant? Ich dachte das wird ne Anlage?
Nene Master-Schalter würde ich da aber dennoch verbauen. Schaden tut es nicht und du willst doch nicht die Endstufe laufen lassen, wenn du das Radio ausmachst, oder? Und erzähl mir nicht, dass du jedes mal den Stecker ziehen wirst, wenn das Ding mal seinen Platz findet ;)

Mephisto - 19.7.2009 - 10:13

Bilder?? :D

Sebastian - 19.7.2009 - 15:04

Deinen Hinweis haben wir zur Kenntnis genommen und werden nun doch einen Hauptschalter verbauen, Snippy. Du hast vollkommen Recht und es ist viel komfortabler. Einen separaten Verstärker haben wir zwar noch rumstehen, aber ist bis jetzt nicht geplant. In einem Auto ist die Musikleistung ja auch ohne Verstärker gut.

Bilder kommen...wie groß dürfen sie maximal sein, wenn man sie hochladen will?

Bye Seb

Mephisto - 19.7.2009 - 16:37

Mach wie du denkst, das Forum passt die automatisch an.

Sebastian - 19.7.2009 - 18:12

Die Front ...

Anhang:

Sebastian - 19.7.2009 - 18:31

Die Seite ...

Anhang:

luna-mortem - 20.7.2009 - 15:04

Wir haben uns auch so eine Box gebaut aus nem alten CD-MP3 Radio mit Front USB Anschluss und 2 Boxen von ner alten Kompaktanlage. Das ganze haben wir aber mit ner Autobatterie betrieben.

Alles in allem besteht die Box aus circa 4-5mm dicken Sperrholzplatten, bzw. war das mal eine Balkonverschalung, die zurechtgeschnitten sind und in Würfelform zusammengebaut wurden, sodass die Boxen, das Radio und eine normale Autobatterie reinpassen. Leider ist uns letztens die Batterie kaputt gegangen, weil wir von anfang an nur eine alte vom Schrottplatz hatten. Um beim Grillen am Rhein Mucke zu haben reicht die Kiste allemal und ist lauter und besser als ein Ghettoblaster und aufladbar ;) Was noch fehlen würde, wäre ein Bollerwagenuntergestell ;) Dann müsste man das nicht immer schleppen ^^

Sebastian - 20.7.2009 - 17:25

Noch ein guter Tip...Rollen montieren, bessere Mobilität zur Folge. Vielen Dank. Eine Autobatterie hat gegenüber einem normalen Netzteil den Vorteil, dass sie immer die gleiche Spannung abgibt, während es beim Netzteil kleine Schwankungen gibt/ geben kann. Das wissen wir und haben beim mitlerweile bestellten Netzteil darauf geachtet, dass es stabilisiert ist. Dadurch haben wir jetzt den Gewichtsvorteil bei der Energieversorgung auf unserer Seite. Wie schwer ist eure Kiste ohne Batterie? Ich denke auch, dass ein zusätzlicher Verstärker nicht notwendig ist. Bei der Stärke des Materials mache ich mir ebenso wenig Sorgen wie bei der fehlenden Berechnung des Gehäusevolumens.

Bye Seb

Sebastian - 20.7.2009 - 18:38

Nachtrag zum Netzteil:

Schaltnetzteil, 230V auf 12Volt, max. 8,5A, 100Watt

12V Netzteil 12V Gleichspannung. Schaltnetzteil mit PFC, geschlossene Ausführung. Eingangsspannungsbereich: 85...264Vac (47...63Hz) oder 120...370Vdc über die selben Klemmen / Leistung: 102Watt / Ausgangsspannnung: 12Vdc max. 8,5Amp. / Ausgangsspannung über Poti regelbar +10/-5% (11,4....13,2V) / Kurzschlußfest Überlastschutz / Netzausfallüberbrückung 20ms. / Überspannungschutz 110-135% / Hoher Wirkungsgrad Soft-Start mit Strombegrenzung / Eingeb.Entstörfilter / Geringe Restwelligkeit nur 100mV / 100% Burn-In Test unter Vollast / Leistungsbegrenzung bei 105...150% / Temp.Bereich: -10°...+60°C / Abm.: L:179mm H:45mm B:99mm / Gewicht: 0.6Kg. Schraubanschlüsse. Schlitzblechgehäuse

Bye Seb

Anhang:

luna-mortem - 21.7.2009 - 11:52

Mhhh Gewicht mit und ohne Batterie kann ich dir nicht sagen, weiß ich nicht. Müssten wir mal die Kiste auf die Waage stellen, dann kann ich dir mehr sagen. Aber um das Teil aufm Gepäckträger zu transportieren reicht es ;)

Sebastian - 25.7.2009 - 14:51

Heute ging es wieder einen Schritt weiter. Auf dem Arbeitsplan stand die Verkabelung. Keine komplizierte Sache bei den 2 Kabeln Smilie. Bei der Stromversorgung haben wir uns für das gleiche Kabel entschieden, das auch jedes PC-Netzteil und jeden PC-Monitor mit der Steckdose verbindet. Dieses Kabl hat den Vorteil, dass man es jederzeit problemlos abziehen kann (gut für den Transport). Ansonsten hätte hinten immer so ein "Rattenschwanz" herausgeguckt. Der passende Stecker, der auf der Rückseite des Gehäuses montiert wird, verfügt über eine integrierte Sicherung, die man bei Bedarf ohne Werkzeug wechseln kann. Ein 3-adriges Kabel stellt die Verbindung vom Stecker zum Netzteil her. Einfach mit Adernendhülsen an die vorgesehen Kontake am NT festschrauben, fertig. Vom NT zum Radio half uns der Originastecker vom Radio. Ein Blick auf die Steckerbelegung vom Radio und auch dort 3 Adern per Adernendhülse ins NT rein, festgeschraubt, fertig. Dieser Stecker wird ins Radio gesteckt und gibt die Signale für die Lautsprecher raus. Die richtigen Adern gefunden, Kabelschuhe drauf, an die Lautsprecheranschlüsse, und Hauptschalter umlegen. Das Ergebnis: Die Anlage funktioniert. Am Netzteil noch per Einstellschraube die Ausgangsspannung eingestellt und eben schnell die Aussparung für den zweiten Schalter in der Front ausgeschnitten. Heute kommt mein Onkel und bringt uns die georderten Blechteile, damit der Kasten zusammengebaut werden kann.

Bye Seb

Sebastian - 10.8.2009 - 11:40

Ein paar neue Bilder:

Anhang:

Sebastian - 10.8.2009 - 11:47

Neue Bilder:

Anhang:

Sebastian - 10.8.2009 - 13:23

Und noch ein Bild:

Anhang:

Sebastian - 10.8.2009 - 13:25

Das letzte Foto:

Anhang:

Sebastian - 10.8.2009 - 13:35

Durch meinen Onkel kam ich günstig! Smilie an Aluminiumblech. Bis zum Zusammenbau war die Oberfläche durch eine spezielle Folie geschützt. Es fehlen noch die Tragegriffe, der an der Vorderseite platzierte Ein-/Aus-Schalter und die Rollen. Die Rückseite haben wir wegen der Wärmeentwicklung erstmal offen gelassen. Alle Wände haben wir mit Senkkopfschrauben montiert. Der Boden und der Deckel besteht aus Aluminiumblech, der Rest aus Laminat. Zusätzliche Dämmung ist noch nicht in Planung, das muss sich noch in der Praxis herausstellen, ob sinnvoll oder nicht.

P.S.: Ihr könnte ja mal eure Meinung sagen!

Bye Seb